Testbericht   über                       "Kirke" & "Xerxes

  1. Meine Erfahrungen mit den Eigenkreationen

    Insgesamt sind meine Erfahrungen mit den Dildos positiv. Immerhin entsprechen sie ja auch weitgehend meinen Bedürfnissen und Vorstellungen. Dennoch gibt es Dinge, die ich beim nächsten Mal anders machen würde.

    Das kleinere Ende des Kirke und das Ella-Ende des Xerxes sind zwei ganz ausgezeichnete G-Punkt-Dildos. Gegenüber einem anderen ausgezeichneten G-Punkt-Dildo, dem Pure Wand haben sie den unschlagbaren Vorteil, leicht zu sein und mir ausdauerndes und gleichsam müßiges Spiel zu erlauben. Außerdem sind die Köpfe beide nicht allzu stark abgesetzt, so dass ich nicht so sehr aufpassen muss, mein Schambein zu stoßen und/oder meine Harnröhre zu quetschen.

  2. Kirke

    Holzsymbol, Kirke, Holzdildo, TestberichtDer kleine Zacken an der Rückseite des Kirke ist manchmal großartig und das Tüpfelchen auf dem i, manchmal aber auch etwas problematisch. Zum einen kommt es mitunter vor, dass Luft eingeschlossen wird und meine Vagina schmatzt oder, öhöm, nun ja … furzt – was ja durchaus irritieren kann.

    Aber Irritation gibt es auch in anderer Hinsicht. Wenn ich reine, druckvolle G-Punkt-Stimulation ausüben will, kann ich den Fortsatz weitgehend aus dem Spiel lassen, aber wenn ich mit dem Dildo ficken will – um z.B. die Struktur am Scheideneingang auszukosten – dann kann es mitunter vorkommen, dass sich ganz andere Körpervorgänge in den Vordergrund spielen. Die Rede ist von jenen, die in der rektalen/analen Region ihre Vollendung finden. Es ist also nicht unbedingt nötig aber durchaus nützlich, wenn man gerade keine Blähungen hat oder den Gang zum großen Geschäft noch nicht allzu lange aufgeschoben hat. Verhält es sich anders, fällt mir die für das Spielen unerlässliche Entspannung ziemlich schwer. Falls aber hinsichtlich der Verdauung alles Kirke-kompatibel ist, genieße ich gern und lange die drei verschiedenen Möglichkeiten der Stimulation, die dieses Ende bietet. Allerdings ist der Stiel etwas zu dünn als dass ich, außer am Anfang, allzu viel von der Rippelstruktur fühlen würde.

    Holzsymbol, Holzdildo, Kirke, TestberichtDas zweite Ende ist dick! Sehr dick!!! Nämlich ganze 5 Zentimeter. Durchmesser von 4,5 – 5 Zentimetern bedeuten für mich auch bei weicheren Dildos schon ein gutes Stück Arbeit (z.B. beim Vixen Creations VixSkin Maverick oder Tantus Cush O2), aber wenn der Dildo dann auch noch aus einem so unnachgiebigen Material wie Holz ist, muss ich mich wirklich sehr gut vorbereiten, um ihn genießen zu können – oder besser: um ihn überhaupt erst einmal halbwegs schmerzfrei einführen zu können. Ist er dann an Ort und Stelle, scheint er mich erst einmal fragend anzuschauen, was er denn nun machen solle. Viel Bewegung ist nicht drin. Er steckt erst einmal fest und ich lote langsam aus, was ich denn nun machen könne.

    Interessant – wenn auch nach wenigem Nachdenken durchaus naheliegend – finde ich, dass die G-Punkt-Stimulation keinesfalls intensiver wird, je dicker der Dildo-Kopf ist. Eher das Gegenteil ist der Fall. Ich fühle mich vor allem voll und gedehnt. Wozu sich denn dieses dicke Ende am besten eignet, ist meiner Ansicht nach, es in der Vagina zu stationieren und gleichzeitig die Klitoris zu stimulieren. Auch ein rhythmischer Wechsel von An- und Entspannung der Beckenbodenmuskulatur ist sehr erregend und kann zum Orgasmus führen.

    Holzsymbol, Kirke, Xerxes, HolzdildosAbschließende Überlegungen zum Kirke: Falls jemand sich überlegt, diesen Dildo anfertigen zu lassen, würde ich dazu raten, den PS-Punkt-Fortsatz evtl. weg zu lassen oder kürzer zu gestalten, und – sofern man sich nicht zu den Size-Queens oder -Kings zählt – das zweite Ende deutlich schmaler zu gestalten. Wer auf die Rippelstruktur Wert legt, sollte den Durchmesser des Schafts etwas erhöhen.

    Xerxes

    Holzsymbol, Holzdildo Xerxes, TestberichtDas einfache Ende des Xerxes, also das, das dem Ella nachempfunden ist, ist ein ganz prima G-Punkt-Dildo. Wie auch mit dem Kirke kann ich isoliert den G-Punkt massieren oder ihn beim Ficken en passant stimulieren. Um den Dildo allerdings vollständig aus der Scheide herauszuziehen und wieder einzuführen, finde ich ihn zu dick und die Kante zu stark ausgeprägt, so dass das Gewebe am Schambein dabei schmerzhaft gequetscht werden kann.
    Auch das andere Ende ist eher zum „stationären“ Gebrauch geeignet als dass man damit hemmungslos Rein-raus-Spielchen veranstalten könnte. Eigentlich war die Idee mit der Wölbung unterhalb des Kopfes folgende: Diese Wölbung sollte beim Ficken den Scheideneingang passieren und dabei den G-Punkt und das Perineum (PS-Punkt) reizen. Der Kopf sollte dabei in der Vagina verbleiben und den G-Punkt massieren. Das Ganze klappt auch. Aber weil die Wölbung, vor allem der Grat an der Oberseite des Dildos, etwas zu stark ausgeprägt ist, ist es recht schmerzhaft sie hin- und hergleiten zu lassen, solange ich noch nicht ausgesprochen erregt bin. Wenn ich allerdings schon gut dabei bin, geht dabei durchaus die Post ab!

    Holzsymbol, Xerxes, Holzdildo, TestberichtDennoch: Besser bewährt hat sich eine etwas andere Anwendung: Mein G-Punkt sitzt sehr nahe am Scheideneingang, weshalb der Kopf hier gehörig Druck ausübt, ohne dass ich den Dildo so weit einführen muss, dass die Wölbung am Schaft meinen Scheideneingang passiert. Vielmehr neige ich den Xerxes ziemlich weit zurück, um Druck auf den G-Punkt zu bringen. Dies ist durch die stark ausgeprägte C-Form leicht und bequem möglich. Der Ella-Kopf bietet meinem Daumen ein gutes Widerlager um einen Hebel anzusetzen. Dabei drückt die Hinterseite der Wölbung von außen auf das Perineum. Jetzt kann ich den Dildo zwischen die Beine klemmen und die nötigen Bewegungen mit dem Becken ausführen – was meine Hände für andere leckere Spielchen freigibt.

    Holzsymbol, Kirke, Xerxes, HolzdildosAbschließende Überlegungen zum Xerxes: Falls jemand überlegt, diesen Dildo anfertigen zu lassen, würde ich dazu raten, die Verdickung am Schaft auf der Oberseite runder zu gestalten und insgesamt etwas schmaler zu machen. Falls es erwünscht ist, das Ella-Ende beim Ficken leicht und angenehm über das Schambein hinweggleiten zu lassen, sollte es flacher und schmaler gestaltet werden.

    Fazit

    Insgesamt mag ich die Dildos sehr gern und finde sie vor allem dank der außergewöhnlichen Hölzer und der erstklassigen Verarbeitung zum Umfallen schön. Jeweils ein Ende ist absolut unkompliziert handhabbar und – erfahrungs- und erwartungsgemäß – sehr effektiv in der Wirkung. An den beiden anderen Enden habe ich einige Ideen verwirklichen lassen, die ich so vorher noch nicht in der Realität erlebt hatte. Sie sind mit etwas Erfahrung, Vorbereitung und Vorsicht ebenfalls zu genießen, aber wenn ich mit meinem jetzigen Wissen den Entwurf modifizieren könnte, würde ich nach dem Motto „Weniger ist manchmal mehr“ vorgehen und einige Übertreibungen vermeiden.

    Diesem Link folgend könnt Ihr einige Bilder von Der Herstellung von Kirke und Xerxessehen. Sie sind überschrieben mit “Formenspiel für die Frau”, aber stellen wahrscheinlich ebenso gut Formenspiele für den Mann und alle anderen denkbaren Geschlechter dar.

    Kirke und Xerxes von Holzsymbol in Kürze

    Holzsymbol, Holzdildos, Xerxes, Kirke, TestberichtPro: Von handwerklicher Seite, also in allem, was auf Holzsymbols Kappe geht, sind diese beiden Dildos echte Schmuckstücke. Der Lackauftrag ist absolut gleichmäßig und bildet eine geschlossene Oberfläche2 und die Form ist so exakt, wie man sie von einer Handarbeit nur wünschen kann.
    Was meinen Anteil angeht, kann ich nur sagen: gut dass die Dildos beidseitig sind! So haben ich jeweils ein Ende, das ganz prima funktioniert und eines, das für besondere Gelegenheiten sinnvoll ist, aber im Großen und Ganzen eher eine Herausforderung an meine Kunstfertigkeit und an meine Vagina darstellt.
    Holz ist fest, leicht und glatt, was es zu einem tollen Werkstoff für G-Punkt-Dildos macht.

    Holzsymbol, Xerxes und Kirke, TestberichtContra: Was die Form angeht, würde ich heute ein paar Sachen anders machen und möchte dazu raten, nicht alle Features kritiklos zu übernehmen.
    Natürlich kann einen der Preis vom Kauf eines individuellen Holzdildos abhalten, insofern führe ich ihn hier als Contra an, aber eigentlich ist es eher eine Selbstverständlichkeit: Solide Handarbeit hat natürlich ihren Preis. Seinerzeit habe ich 140 € für den Kirke bezahlt, was wirklich sehr günstig ist, erstrecht gemessen an Aufwand und Qualität und Extravaganz. Lediglich Anfängern würde ich unbedingt raten erst einmal mit weniger preisintensiven Toys ihre Vorlieben auszuloten, statt gleich eine solche Sonderanfertigung zu kaufen.

    Holz erfordert einen etwas vorsichtigeren Umgang als andere Sexspielzeug-Materialien. Es sollte keinen Stößen ausgesetzt werden, um den Lack nicht zu beschädigen und allzu große und rasche Temperaturschwankungen sollte man vermeiden.

    Material: Kirke: Limba, Xerxes: Platane; beide: “Sabberlack” nach DIN EN-71-3

    Maße Kirke: Länge: 23 cm, max. Durchmesser: 4 bzw. 5 cm, min Durchmesser: ca. 2 cm

    Maße Xerxes: Länge 23 cm,  max Durchmesser am einfachen Ende: 3,7 cm; Max Durchmesser am Doppelende: 4 x 3,3 cm. Wölbung am Schaft des Doppelendes: max. = 3,6 cm, Kleinster Durchmesser: 2,5 x 1,6

    Gleitgel: auf Wasserbasis

    Reinigung und Pflege: Waschen: unter lauwarmem Wasser mit milder Seife oder Spüli; hinterher mit einem weichem Tuch trockenreiben oder auf saugfähiger Unterlage lufttrocknen lassen. Aufbewahrung: Ich empfehle einen Stoffbeutel zum Schutz vor Kratzern. Desinfektion: mit Toycleaner

    Verpackung und Ausstattung: Der Dildo kommt in einem Paket aufs penibelste eingepackt und tausendfach mit Knallfolie umwickelt. Aber um die Aufbewahrung muss man sich selber kümmern. Ich lege im Allgemeinen keinen Wert auf sowas, aber bei lackierten Holzdildos fände ich ein Stoffbeutelchen sinnvoll und wünschenswert. Wer einen Holzsymbol-Dildo stilvoll verschenken oder aufbewahren möchte, kann zusätzlich eine mit Samt ausgeschlagene Schatulle ordern.

    Vielen Dank, Holzsymbol für den Xerxes! Und für Deine Offenheit, Geduld und Sorgfalt!